Beiträge im Alter – ein unterschätztes Risiko
In den letzten Tagen habe ich viele Gespräche mit Kunden geführt, die heute sehr hohe Beiträge in ihrer privaten Krankenversicherung zahlen. Das Alter meiner Gesprächspartner lag dabei zwischen 60 und 78 Jahren.
Was mir besonders aufgefallen ist: Viele dieser Verträge wurden über Jahre hinweg nicht überprüft oder angepasst – weder vom Kunden selbst noch im Rahmen einer laufenden Betreuung.
Ein aktueller Fall beschäftigt mich besonders:
Ein Vertrag aus dem Jahr 2004, der seit Abschluss unverändert besteht. Wenn man sich vor Augen führt, wie stark sich die medizinischen Möglichkeiten und Anforderungen seitdem entwickelt haben, wird schnell klar, dass hier ein erhebliches Risiko besteht.
Denn:
Im Leistungsfall kann es passieren, dass bestimmte Kosten nicht übernommen werden, weil der Tarif schlicht nicht mehr auf dem heutigen Stand ist.
Wichtig zu wissen:
Eine echte Optimierung des Versicherungsschutzes ist meist nur möglich, solange der Gesundheitszustand dies zulässt. Vereinfacht gesagt: Der Kunde muss aus Sicht des Versicherers „gesund“ sein.
Im höheren Alter bleiben oft nur noch begrenzte Optionen:
Ein Tarifwechsel kann helfen, Beiträge zu reduzieren – bei vergleichbarer Leistung. Eine Verbesserung der Leistungen ist jedoch in der Regel nicht mehr möglich.
Mein Fazit:
Gerade in jungen Jahren sollte der eigene Vertrag regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden.
Ich selbst halte es so, dass ich meine Kunden aktiv informiere, sobald sich seitens des Versicherers sinnvolle oder positive Veränderungen ergeben.
Denn gute Beratung endet nicht mit dem Vertragsabschluss – sie beginnt dort erst.
